17.06.2009

 

Köln, 23. April 2009 -Das schlechte Vorbild der Eltern führt bei jungen Erwachsenen immer häufiger zu Schuldnerkarrieren

In der traditionellen Frühjahrsumfrage unter den 536 Mitgliedsunternehmen des BDIU sollten die Inkassounternehmen beurteilen, welche Maßnahmen am besten dazu beitragen könnten, die private Verschuldung nachhaltig einzudämmen.
76 Prozent der befragten Inkassounternehmer fordern, das Vermitteln von Finanzkompetenz besser im Bildungssystem zu verankern und die Vermittlung von Finanzkompetenz schon im Elternhaus zu beginnen (72 Prozent).

Mangelnde Finanzkompetenz ist ein häufiger Grund, warum junge Menschen sich verschulden. Auf die Frage, wie sich das Zahlungsverhalten junger Erwachsener (18 bis 24 Jahre) im Vergleich mit Erwachsenen darstellt, antworteten 40 Prozent der Inkassounternehmen mit "eher schlechter".
Nach den wesentlichen Gründen gefragt, ergibt sich ein klares Bild der Verantwortlichkeiten und Gründe: Viele junge Erwachsene haben im eigenen Elternhaus ein schlechtes Vorbild beim Umgang mit Geld (81 Prozent der Inkassounternehmen machen diese Angabe). "Hier sind in vielen Familien frühzeitig Schuldnerbiografien vorgezeichnet. Viele junge Erwachsene leben schon in der zweiten und dritten Generation im Schuldenkreislauf. Und die Eltern können nicht helfen, weil sie oft selbst schon eine lange Schuldnerkarriere hinter sich haben", so Marion Kremer, Vorstandssprecherin des BDIU.

Insbesondere die oftmals sorglose Nutzung von Handys (72 Prozent) trage dazu bei, dass junge Erwachsene bereits frühzeitig hohe Schuldenberge anhäuften, die nicht mehr zu bewältigen seien. "Wir wünschen uns daher, dass der Umgang mit Geld und Schulden in den Schulen stärker thematisiert wird, als das bislang der Fall ist. Hier ist beispielsweise in NRW schon viel geleistet worden beim Projekt "Money and Kids". Das ist ein echtes Vorbild", lobt Kremer. Dabei gehe es nicht nur um Handys. Insbesondere für Unterhaltungsmedien und für modische Bekleidung würde oft mehr Geld ausgegeben als zur Verfügung stehe. "Auch beim Umgang mit den Geldinstituten besteht gerade jetzt ein erheblicher Aufklärungs- und Bildungsbedarf, - bei jungen Menschen noch stärker als bei Erwachsenen", so Kremer.

Die vollständige Umfrage finden Sie unter www.bdiu.de

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