Auf dem sechsten IT-Gipfel 2011 im Dezember wurden neue Verfahren der elektronischen Datenverarbeitung vorgestellt, die die Kommunikationsprozesse sowohl im Justiz- wie auch im Verwaltungswesen zukünftig weiter vereinfachen werden.
Die E-Mail ist aus dem Geschäftsalltag schon lange nicht mehr wegzudenken. Sie spart lange Wege, Zeit, Geld und Papier und hat viele Kommunikationsprozesse optimiert. Nun sollen auch ganz vertrauliche Informationen in Justiz und Verwaltung, wie z.B. Urteile, Beschlüsse, Schriftsätze oder Ladungen per E-Mail versandt werden, wobei das neu eingeführte De-Mail-System oder auch das elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach (EGVP) zum Einsatz kommen sollen: Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger wirbt dafür, auch den sensiblen Datenverkehr zwischen Behörden und Bürgern verstärkt via Internet abzuwickeln. Sie fordert Justiz und Verwaltung auf, Informations- und Transferprozesse auf diese Weise zukünftig deutlich effizienter zu gestalten.
Natürlich spielt in diesem Zusammenhang der Datenschutz eine große Rolle. Der vertrauliche Datenverkehr kann mit Hilfe einer digitalen Signatur abgesichert werden. Diese ermöglicht die Erkennung von Manipulationsversuchen. Das De-Mail-System, ein Verfahren des Bundesministeriums des Innern, welches in Kooperation mit privatwirtschaftlichen Unternehmen angeboten wird, macht sich diese Technologie bereits zu Nutze. Es erlaubt seit Mai 2011 den sicheren Transfer von E-Mails und Dokumenten über das Internet.
Für Inkassounternehmen wie EXGO INKASSO und ihre Auftraggeber bedeutet die Modernisierung der Kommunikation per E-Mail bereits jetzt eine Optimierung ihrer Workflows: Rechnungen, Mahnungen und sonstige Schreiben finden ohne große Zeitverluste ihren Weg in das virtuelle Postfach der Zahlungspflichtigen. Die zukünftig mögliche Kommunikation mit Gerichten und Verwaltung birgt zusätzlich erhebliches Optimierungspotenzial.
Derzeit ist das sogenannte E-Government-Gesetz in Bearbeitung. Es soll die elektronische Kommunikation zwischen Bürgern, Verwaltungskräften und Angehörigen der Wirtschaft langfristig weiter vereinfachen. Noch prüft das Bundesministerium der Justiz entsprechend einzuleitende Änderungen von Verfahrensordnungen. Das elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach (EGVP) wird voraussichtlich bereits ab dem Herbst 2012 verfügbar sein.